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Im Zuge der Entdeckung (2012) des glymphatischen Systems, eines speziellen Mikrokreislaufs in Gehirn und Rückenmark zur Ausschwemmung von überflüssigem und schädlichem Material, zeigte sich, dass dieses System eine Schlüsselrolle bei der Entstehung der Alzheimer-Krankheit – und möglicherweise auch bei zukünftiger Vorbeugung und Behandlung – einzunehmen scheint. Ablagerungen von Beta-Amyloiden, der so genannten senilen Plaques, im Zellzwischenraum (Interstitium) werden durch das glymphatische System abtransportiert. Bei Mäusen war der Abtransport der Beta-Amyloiden während des Schlafs doppelt so schnell wie während der Wachphasen. Dies wurde in Verbindung gebracht mit dem erhöhten Risiko von Personen mit Schlafstörungen, an Alzheimer zu erkranken. Auch die Zunahme des Erkrankungsrisikos im Alter wurde in Verbindung gebracht mit dem entsprechenden, altersbedingten Leistungsabfall des glymphatischen Systems. Bestimmte pathogene, für Alzheimer charakteristische, Formen von Tau-Proteinen werden ebenfalls durch das glymphatische System aus dem Zellzwischenraum abtransportiert.
Quellen: de.wikipedia.org
=== Entzündliche Prozesse oder Infektion === Die Nonnenstudie von David Snowdon zeigt als unerwartetes Ergebnis die Unabhängigkeit des pathologischen Gehirnbefunds (multiple Alzheimer-Plaques) von der wiederholt erhobenen intellektuellen Leistungsfähigkeit derselben Personen zu Lebzeiten. Pat McGeer vermutet entzündliche Prozesse im Gehirn als Ursache der Erkrankung. Thomas Bayer sieht die ursächlichen Prozesse in den Nervenzellen. Beta-Amyloid-Proteine zeigen in vitro eine starke antimikrobielle Wirkung. Eine Vermutung ist, dass sie als Defensivantwort bei einer noch unbekannten Infektion entstehen. Eine Infektion mit dem Magenkeim Helicobacter pylori könnte das Risiko, an Alzheimer-Demenz zu erkranken, erhöhen: Bei Menschen über 50 Jahren kann das Risiko nach einer Infektion mit Symptomen um durchschnittlich elf Prozent erhöht sein, rund zehn Jahre nach der Infektion sogar um 24 Prozent.
Quellen: de.wikipedia.org
=== Risikofaktoren Cholesterin, Trauma, Diabetes und Bluthochdruck === Als Risikofaktoren gelten – neben dem unvermeidbaren Altern und genetischer Disposition – ein vorangegangenes Schädel-Hirn-Trauma, Stoffwechselerkrankungen – Insulinresistenz und Hyperinsulinämie, Diabetes und hohe Cholesterin-Werte sowie Erkrankungen des kardiovaskulären Systems – Bluthochdruck und erlittene Schlaganfälle.
Quellen: de.wikipedia.org
=== Aluminium === Aluminium wurde mehrfach kontrovers als auslösender Faktor im Zusammenhang mit der Alzheimer-Krankheit diskutiert. Es ist ein häufiges Element (dritthäufigstes in der Erdhülle und durch Prozesse der Bodenbildung wie der Ferralitisierung oft lokal angereichert) und taucht natürlich u. a. als Spurenelement in Lebensmitteln und im Trinkwasser auf. Zusätzliche Expositionen ergeben sich durch die Verwendung in z. B. Antazida (Magaldrat, Hydrotalkit) oder Aluminium-Kochgeschirr. Metallisches Aluminium wird durch Passivierung gegen vielfältige chemische Einflüsse geschützt, ist jedoch anfällig gegen Basen und auch jene Säuren, die in Lebensmitteln oder dem menschlichen Magen vorkommen. Die britische, die amerikanische und die Deutsche Alzheimer-Gesellschaft sehen keinen überzeugenden Zusammenhang zwischen Aluminium-Aufnahme und der Alzheimer-Krankheit. Dialysepatienten wird geraten, sich zu vergewissern, dass nur aluminiumfreie Flüssigkeiten zur Blutreinigung eingesetzt werden. Aluminiumhaltige magensäurebindende Arzneimittel sollten nur nach ärztlicher Anordnung eingenommen werden. Ein in epidemiologischen Studien untersuchter möglicher Zusammenhang zwischen der Aluminiumaufnahme aus Trinkwasser und der Alzheimer-Krankheit lässt sich aufgrund der inkonsistenten Datenlage nicht zeigen. Ferner wurden zwar erhöhte Aluminiumkonzentrationen in geschädigten Hirnregionen bei Alzheimer-Patienten nachgewiesen, teilweise auch im Blut.
Quellen: de.wikipedia.org
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